Offizielle EEA-Daten 2013–2024
Kinder in Stuttgart atmeten im Jahr 2013 an 225 Tagen Luft, die über der strengeren WHO-Norm für Feinstaub (PM2.5) lag. Das bedeutet: An mehr als der Hälfte aller Tage eines Jahres war die Konzentration feiner Partikel für empfindliche, sich entwickelnde Lungen zu hoch. Für Eltern in Bad Cannstatt oder am Killesberg hieß das, den Alltag mit Schulwegen und Sportplatz-Besuchen gegen eine unsichtbare Belastung abzuwägen, die man weder sah noch roch.
Die Monatskurve für Stuttgart zeigt, wie die Belastung im Jahresverlauf schwankte. Besonders hoch war sie im Januar mit 16,4 Mikrogramm pro Kubikmeter, aber auch der März (16,2) und der Februar (15,2) lagen deutlich über dem strengen WHO-Richtwert von 15 Mikrogramm. Gerade in den Wintermonaten, wenn Heizungen und Diesel-Verkehr arbeiten, stieg die Partikelkonzentration an. An solchen Tagen war die Luft in den Straßenschluchten der Innenstadt für Kinderlungen besonders ungünstig.
Blickt man auf das Jahr 2013 mit seinen 225 Tagen, stellt sich die Frage, wohin die Reise geht. Die vorliegenden Monatsdaten zeigen eine Saisonalität: Die höchsten Werte fallen in den Winter, die niedrigsten in den Mai mit 9,3 und den August mit 9,4 Mikrogramm. Der Dezember brachte es auf 13,3, der November auf 12,2 — das Muster wiederholt sich. Für die Atemwege der Kinder in Stuttgart ist der Winter die kritische Zeit, während die Sommermonate messbar weniger Belastung bieten.
Für die Wintermonate in Stuttgart, wenn die Heizperiode mit Dieselabgasen zusammenfällt, lohnt es sich, den Weg zur Schule oder zum Kindergarten einmal anders zu planen. Greifen Sie auf die grünen Korridore der Stadt zurück — etwa die Wege durch den Rosensteinpark oder entlang des Neckars —, um Hauptverkehrsstraßen mit dichtem Feinstaub-Aufkommen zu meiden. Ein kurzer Umweg kann an Tagen mit hoher Belastung die Partikelzufuhr für Kinder spürbar reduzieren, ohne dass man auf Bewegung im Freien verzichten muss.
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Quelle: Europäische Umweltagentur (EEA), geprüfte Daten 2013-2024. Seite automatisch aus offiziellen Daten generiert; alle Zahlen stammen ausschließlich aus der Datenbank, nie geschätzt. © 2026 airqualitas.