PM2.5: die feinsten Partikel, die am tiefsten eindringen

Der am stärksten überwachte Schadstoff für die Gesundheit — und warum.

PM2.5 sind die feinsten Partikel, die wir messen. Ihr Durchmesser liegt unter 2,5 Mikrometern — etwa dreißigmal dünner als ein Haar. Genau diese Winzigkeit macht sie gefährlich: Sie dringen tief in die Lunge ein und erreichen sogar den Blutkreislauf.

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Was ist das genau?Woher kommen sie?Warum ist das wichtig für die Gesundheit?Welche Grenzwerte gelten?Was kannst du tun?

Was ist das genau?

Mikroskopisch kleine Schwebeteilchen in der Luft. So fein, dass sie die natürlichen Abwehrmechanismen von Nase und Rachen überwinden, bis in die Lungenbläschen vordringen und teilweise ins Blut übergehen.

Woher kommen sie?

In Deutschland sind Holzheizungen in Privathaushalten (Kaminöfen und offene Kamine, vor allem an windstillen Winterabenden), der Straßenverkehr und die Industrie wichtige Quellen. Auch die Landwirtschaft trägt bei: Ammoniak aus der Tierhaltung bildet in der Luft sogenannten sekundären Feinstaub.

Deshalb steigen die Konzentrationen vor allem in kalten, windstillen Phasen, wenn geheizt wird und die Luft unter einer Inversionsschicht liegen bleibt — in Tal- und Kessellagen wie Stuttgart besonders ausgeprägt. Auch das Silvesterfeuerwerk sorgt jedes Jahr für einen kurzen, kräftigen Spitzenwert.

Warum ist das wichtig für die Gesundheit?

Weil sie so tief eindringen, ist PM2.5 der Schadstoff mit dem stärksten Zusammenhang zu Langzeitfolgen: Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Lungenleiden und eine verkürzte Lebenserwartung. Auch kurze Spitzen verstärken Beschwerden bei Asthma und Atemwegserkrankungen.

Welche Grenzwerte gelten?

Die WHO empfiehlt seit 2021, im Jahresmittel 5 µg/m³ und am Einzeltag 15 µg/m³ nicht zu überschreiten — deutlich strenger als die älteren EU-Grenzwerte. Viele deutsche Städte halten die EU-Norm ein, liegen aber noch über der WHO-Empfehlung.

Was kannst du tun?

Beschränke an Tagen mit hoher Belastung anstrengende Aktivitäten im Freien und lüfte zu den saubersten Stunden. Wer mit Holz heizt: nur trockenes Holz in einem modernen Ofen — und möglichst nicht an windstillen Tagen. In Innenräumen hilft ein Luftreiniger mit HEPA-Filter gegen Feinstaub.

Datenquelle: Europäische Umweltagentur (EEA). Gesundheitsnormen: WHO-Luftgüteleitlinien (2021) und EU-Grenzwerte.