Offizielle EEA-Daten 2013–2024
Um die Frage zu beantworten: An 191 Tagen im Jahr 2013 atmeten Kinder in Köln Luft, die über der strengeren WHO-Norm für Feinstaub lag. Das bedeutet: Mehr als die Hälfte des Jahres lag die tägliche Belastung über dem Wert, der als gesundheitlich unbedenklich gilt. Für eine Lunge, die sich noch in der Entwicklung befindet, zählt jeder dieser Tage – sei es auf dem Schulweg oder in der Pause auf dem Hof.
Fokussiert man auf die Tage mit hoher Belastung, zeigt sich: Der Monat mit der höchsten Belastung im Jahr 2013 war der März mit einem Mittelwert von 18,9. Im Januar lag der Wert bei 17,1, im Februar bei 16,0. Die kühlen Monate des Jahres zeigten durchweg höhere Werte als die warmen: Während es im Juli und August nur 12,5 waren, blieb es von Juni bis September unter 14. Der Wechsel von der Heizperiode zum Frühjahr brachte also keine durchgreifende Entlastung – die Partikel blieben in der Luft.
Betrachtet man die Verteilung der Tage mit gesundheitsschädlicher Luft über das gesamte Jahr, zeigt sich ein klares Muster: Die Belastung folgt der Temperatur. Von Januar bis März liegen die Werte nahe der 16er- und 17er-Marke, fallen dann ab April auf 15,8 und erreichen im Sommer ihren Tiefpunkt bei 12,5. Zum Winter hin steigen sie wieder an – im November und Dezember auf 14,0. Diese Saisonalität ist typisch für eine Stadt wie Köln, wo Heizungsanlagen und Verkehr im Winter mehr Feinstaub produzieren. In den kalten Monaten ist die Zahl der Tage mit erhöhter Belastung entsprechend höher.
Kinder sollten in den kalten Monaten besonders geschützt werden. Statt nur zu lüften, lohnt es sich, die Hausordnung zu nutzen: Schlafzimmerfenster in Köln liegen oft zur Straßenseite – wer morgens vor dem Schulweg die Luft wechselt, sollte dies tun, bevor der Berufsverkehr auf der Ringstraße anrollt. Das reduziert die Belastung in den Räumen, in denen Kinder atmen, ohne auf frische Luft verzichten zu müssen.
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Quelle: Europäische Umweltagentur (EEA), geprüfte Daten 2013-2024. Seite automatisch aus offiziellen Daten generiert; alle Zahlen stammen ausschließlich aus der Datenbank, nie geschätzt. © 2026 airqualitas.