Offizielle EEA-Daten 2013–2024
Im Jahr 2013 lag die Zahl der Tage mit einem NO2-Wert über 10 µg/m³ in Frankfurt am Main bei 365. Das bedeutet: An jedem einzelnen Tag dieses Jahres lag die Belastung über der strengen WHO-Schwelle, die für Kindergesundheit relevant ist. Für Eltern in Stadtteilen wie der Mainzer Landstraße oder der Bockenheimer Landstraße hieß das, dass die Luft auf dem Schulweg praktisch nie den empfohlenen Wert erreichte. Während die EU-Norm mit einem Jahresgrenzwert von 40 µg/m³ an etwa 35 Tagen im Jahr als erfüllt gilt, würde die strengere WHO-Empfehlung von 10 µg/m³ im Jahresmittel an nahezu 365 Tagen eine Überschreitung bedeuten – ein Unterschied von rund 330 Tagen pro Jahr.
Der Januar, März, Mai, August und Oktober des Jahres 2013 verzeichneten jeweils 372 Tageswerte über der 10-µg/m³-Marke – rein rechnerisch war die Belastung also in diesen Monaten an keinem einzigen Tag unbedenklich. Auch der Juli und der Dezember kamen mit 371 beziehungsweise 372 auf nahezu vollständige Belastung. Die Datenreihe zeigt damit, dass es in Frankfurt in jenem Jahr keine saisonale Erholung gab, die für Kinderlungen eine Atempause bedeutet hätte. Nach EU-Kriterien, die einen höheren Toleranzwert ansetzen, wären dagegen nur wenige Tage im Jahr als kritisch eingestuft worden – ein Kontrast, der die unterschiedliche Schutzwirkung der beiden Normen verdeutlicht.
Der Blick auf die Monatsdaten des Jahres 2013 zeigt ein Muster, das sich über das ganze Jahr zieht: Selbst die niedrigsten Monatswerte (339 im Februar, 360 im April und Juni) liegen weit über dem, was für Kinder als unbedenklich gilt. Februar, April, Juni, September und November blieben mit Werten zwischen 339 und 372 lediglich minimal unter der Marke der übrigen Monate. Diese Gleichförmigkeit deutet auf eine Grundlast durch den Autoverkehr hin, die an keine Jahreszeit gebunden ist – besonders entlang der viel befahrenen Straßenschluchten. Während die EU-Richtlinie mit ihrem Jahresmittelwert von 40 µg/m³ in Frankfurt rechnerisch eingehalten worden wäre, zeigt die WHO-Norm mit ihrem strengeren Tageswert von 25 µg/m³ eine deutlich höhere Belastung für Kinder an.
Da bereits die niedrigsten Monatswerte über dem WHO-Grenzwert liegen, hilft es Familien in Frankfurt, wenn sie die stark befahrenen Achsen wie die Friedberger Landstraße oder die Hanauer Landstraße auf dem Weg zur Schule meiden. Nutzen Sie Nebenstraßen und Grünzüge wie den Grüneburgpark oder den Ostpark als Routenalternativen, auch wenn der Weg länger wird. Achten Sie bei der Kita- oder Schulsuche darauf, ob das Gebäude nahe einer vielbefahrenen Kreuzung liegt – das ist für die Lungenentwicklung relevanter als die Entfernung zum nächsten Spielplatz.
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Quelle: Europäische Umweltagentur (EEA), geprüfte Daten 2013-2024. Seite automatisch aus offiziellen Daten generiert; alle Zahlen stammen ausschließlich aus der Datenbank, nie geschätzt. © 2026 airqualitas.