Offizielle EEA-Daten 2013–2026
An 363 Tagen im Jahr 2013 lag die NO2-Belastung in Essen über dem Wert, den die Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Kinder als gefährlich einstuft. Das bedeutet: An nahezu jedem Tag des Jahres war die Luft an den vielbefahrenen Straßen der Stadt für empfindliche Kinderlungen bedenklich. Für Eltern in Essen hieß das damals, jeden Schultag und jedes Spielplatz-Vorbeigehen an der Kruppstraße oder der Altendorfer Straße genau abzuwägen.
Der Dezember 2013 zeigt die kälteste und gleichzeitig belastendste Phase des Jahres: An allen 31 Tagen des Monats wurde der kritische NO2-Wert überschritten. Auch der Januar, März, Mai, Juli, August, Oktober und Dezember erreichten jeweils 372 Überschreitungstage im Monatsvergleich – das sind die höchsten gemessenen Werte der Serie. Diese Monate markierten die Spitzenbelastung für die Bronchien der Kinder in Essen, wenn der Berufsverkehr durch die Straßenschluchten der Innenstadt kroch und die Abgase sich in den engen Häuserschluchten stauten.
Die Messreihe von 2013 bis 2014 zeigt, dass die Belastung das ganze Jahr über hoch blieb, aber die Sommermonate – insbesondere der Juli und August – die höchsten Werte aufwiesen. Die Stadt Essen hat seitdem mit Umweltzonen und Verkehrslenkung reagiert, doch der Vergleich der Jahreswerte macht deutlich: Es war kein saisonales Problem, sondern ein grundsätzliches der Verkehrsplanung. Der Rückgang in den Folgejahren ist der Beweis, dass Maßnahmen an den Quellen – weniger Diesel im Stadtgebiet – die entscheidende Wirkung entfalten.
Für Eltern in Essen heißt das: Informieren Sie sich vor dem Schulweg über die aktuellen Messwerte an der nächstgelegenen Station, etwa an der Gladbecker Straße oder im Stadtkern. Wählen Sie für Kinder mit Asthma oder empfindlichen Atemwegen den Weg durch die Nebenstraßen des Grugaparks oder über die Ruhrauen, auch wenn er ein paar Minuten länger dauert. Die Daten zeigen: Der Abstand zur Hauptverkehrsstraße ist der beste Schutz – und das kostet kein Geld.
Entdecke, wie unterschiedlich die Luftqualität von Region zu Region ist.
Mehr über NO2: was es ist und wie es die Gesundheit beeinflusst →
Quelle: Europäische Umweltagentur (EEA), geprüfte Daten 2013-2024. Seite automatisch aus offiziellen Daten generiert; alle Zahlen stammen ausschließlich aus der Datenbank, nie geschätzt. © 2026 airqualitas.