Der Schadstoff im Zentrum der Debatten um Diesel und Umweltzonen.
Stickstoffdioxid (NO2) ist ein Reizgas, das vor allem bei der Verbrennung in Motoren entsteht — besonders bei Dieselmotoren. Es ist der Gradmesser der Verkehrsbelastung in der Stadt.
Ein rotbraunes Gas, das bei Verbrennung unter hohen Temperaturen entsteht. In der Stadt stammt es überwiegend aus Auspuffen — deshalb liegen die Werte an stark befahrenen Straßen deutlich höher als wenige Straßen weiter.
Der Straßenverkehr dominiert, allen voran der Diesel. Genau deshalb steht NO2 im Zentrum deutscher Maßnahmen wie Umweltzonen, der Diesel-Debatte und zeitweiliger Fahrverbote in einzelnen Städten.
Die Werte folgen dem Rhythmus des Verkehrs: niedriger am Wochenende und in den Ferien, höher zu den Stoßzeiten.
NO2 reizt die Bronchien, mindert die Lungenfunktion und verschlimmert Asthma — vor allem bei Kindern, die an vielbefahrenen Straßen wohnen oder dort zur Schule gehen.
Die WHO empfiehlt 10 µg/m³ im Jahresmittel und 25 µg/m³ am Einzeltag. Der EU-Jahresgrenzwert liegt bei 40 µg/m³ — an verkehrsnahen Messstationen kommen die Werte dem noch am nächsten.
Wähle zum Laufen oder Radfahren lieber ruhige Straßen oder Parks statt großer Verkehrsachsen: NO2 nimmt schnell ab, sobald man sich vom Verkehr entfernt. Schon wenige Meter Abstand zur Fahrbahn machen einen spürbaren Unterschied.
Datenquelle: Europäische Umweltagentur (EEA). Gesundheitsnormen: WHO-Luftgüteleitlinien (2021) und EU-Grenzwerte.