Offizielle EEA-Daten 2013–2024
Die längste Smogperiode in Duisburg seit 2013 dauerte 8 aufeinanderfolgende Tage: vom 8. Februar 2017 bis zum 15. Februar 2017. In dieser Woche lag der Feinstaubwert PM10 an der Ruhrgebietsluft durchgehend über dem Tagesgrenzwert. Wer damals am Innenhafen oder entlang der Königstraße unterwegs war, spürte die groben Partikel im Hals – die Luft über der Stadt wirkte wie ein grauer Schleier, der die Hochöfen von ThyssenKrupp kaum noch erkennen ließ.
Der Höhepunkt der Serie fiel in die zweite Februarwoche 2017, als eine stabile Hochdrucklage die Schadstoffe über dem dicht besiedelten Duisburger Norden festhielt. Über 8 Tage – vom 8. bis zum 15. Februar – blieb die PM10-Belastung konstant erhöht, getragen von aufgewirbeltem Straßenstaub, Bremsabrieb und Partikeln aus den Häfen. Auf Fensterbänken in Marxloh und Hochfeld sammelte sich feiner gelblicher Staub, die typische Resuspension des Ruhrgebiets. Die beiden einzigen weiteren Episoden vergleichbarer Länge gab es im März 2014 und März 2015 – beide mit 8 beziehungsweise 6 Tagen.
| Jahr | Tage ueber Grenzwert pm10 |
|---|---|
| 2013 | 48 |
| 2015 | 38 |
| 2014 | 31 |
| 2017 | 22 |
| 2016 | 21 |
Die Zahlen der Jahresübersicht zeigen einen klaren Abwärtstrend: Standen 2013 noch 48 Tage mit Überschreitung zu Buche, waren es 2017 nur noch 22. Die Luft in Duisburg wurde messbar besser, auch wenn die 38 Tage von 2015 einen vorübergehenden Rückschlag markierten. Der Rückgang fällt in eine Zeit, in der die Stahlindustrie ihre Filteranlagen modernisierte und der Hafen auf emissionsärmere Logistik umstellte. Die Wintermonate bleiben jedoch die kritische Zeit – genau dann, wenn Heizungen und Kamine die Feinstaubkonzentration in den Wohnstraßen von Ruhrort treiben.
Gerade in den kalten Monaten hilft es, die Wege entlang der vielbefahrenen A59 und der B8 zu meiden, wo der Verkehr den Staub immer wieder neu aufwirbelt. Wer in Duisburg morgens die Vorhänge öffnet, sollte erst nach 10 Uhr lüften – dann hat der Berufsverkehr die gröbste Staubfahne bereits durch die Straßen gezogen. Ein feuchtes Tuch auf der Fensterbank, wie es viele Hausfrauen im Ruhrgebiet seit Generationen nutzen, bindet den Niederschlag besser als jeder Luftreiniger.
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Quelle: Europäische Umweltagentur (EEA), geprüfte Daten 2013-2024. Seite automatisch aus offiziellen Daten generiert; alle Zahlen stammen ausschließlich aus der Datenbank, nie geschätzt. © 2026 airqualitas.