Gröber als PM2.5, aber alles andere als harmlos.
PM10 sind Partikel mit weniger als 10 Mikrometern Durchmesser. Sie umfassen die PM2.5-Fraktion plus gröbere Bestandteile: aufgewirbelten Staub, Pollen, Abrieb von Bremsen und Reifen, Baustellenstaub.
Ein Gemisch aus Schwebstaub verschiedener Größen. Die gröbsten Teilchen bleiben in Nase und Rachen hängen; die feineren gelangen in die Atemwege.
Verkehr (Brems- und Reifenabrieb, aufgewirbelter Straßenstaub), Baustellen, Landwirtschaft, Heizungen und Industrie — im Ruhrgebiet und anderen Industrieregionen liegen die Werte oft höher.
Gelegentlich erreicht sogar Saharastaub Deutschland: Er färbt den Himmel und hinterlässt einen orangenen Film auf Autos. Solche Episoden sind natürlich, fließen aber in die Messwerte ein.
PM10 reizt die Atemwege und verschlimmert Asthma und Bronchitis. Spitzenwerte verursachen Husten, Atembeschwerden und Anfälle bei Menschen mit Lungenerkrankungen.
Die WHO empfiehlt 15 µg/m³ im Jahresmittel und 45 µg/m³ am Einzeltag. Der EU-Tagesgrenzwert (50 µg/m³, höchstens 35 Überschreitungen pro Jahr) wird in Deutschland heute nur noch selten gerissen — die WHO-Empfehlung ist strenger.
Beschränke während einer Staubepisode (Winterspitze oder Saharastaub) intensive Aktivitäten im Freien und beachte die lokalen Warnungen. FFP2-Masken filtern diese Partikel gut, wenn du länger draußen sein musst.
Datenquelle: Europäische Umweltagentur (EEA). Gesundheitsnormen: WHO-Luftgüteleitlinien (2021) und EU-Grenzwerte.