Offizielle EEA-Daten 2013–2024
2013 war in München das schlechteste Jahr für die Luftqualität: An 87 Tagen galt die Luft als ungesund, wenn man alle vier Schadstoffe zusammen betrachtet. Das bedeutet, dass man an fast einem Viertel der Tage des Jahres mit einer Belastung lebte, die man körperlich spüren konnte – ein Druck auf der Brust oder Kratzen im Hals, wenn man vom Stachus oder der Ludwigstraße nach Hause kam. Gerade im Winter, wenn die kalte Luft scheinbar klar und sauber wirkt, war die Belastung für die Atemwege am präsentesten. Diese kombinierten Tage erfassen die gleichzeitige Überschreitung der Grenzwerte für PM2.5, PM10, Ozon und Stickstoffdioxid – ein Maß für die tatsächliche Mehrfachbelastung der Atemluft.
Enthält aktuelle vorläufige Daten, EEA-Validierung ausstehend.
Im langjährigen Mittel waren es vor allem die feinen Partikel, die den Münchnern zu schaffen machten: PM2.5 lag an 334 Tagen über der gesundheitlichen Schwelle – die Partikel sind so winzig, dass sie unsichtbar in die Lunge und von dort in den Blutkreislauf gelangen. PM10 folgte mit 211 Tagen, während Ozon nur an 5 Tagen und Stickstoffdioxid an 0 Tagen auffällig war. Diese Zahlen zeigen, dass es vor allem die Verbrennung ist – Heizungen und Diesel – die den Körper belastet, nicht der sichtbare Smog. Für den kombinierten Indikator wurde jeder Tag gezählt, an dem mindestens einer der vier Schadstoffe die gesundheitliche Schwelle überschritt – und nur diese Tage sind in der obigen Jahresreihe als „ungesund" ausgewiesen.
Die folgende Aufschlüsselung zeigt die vollständige Übersicht über die vier Schadstoffe, die zur kombinierten Bewertung der ungesunden Luft in München herangezogen werden. Die Summe der Einzeltage übersteigt die kombinierten Tage, da manchmal mehrere Schadstoffe gleichzeitig die Schwelle überschreiten – genau diese Überschneidungen sind für den ganzheitlichen Blick entscheidend.
| contaminante | Tage sopra soglia |
|---|---|
| PM2.5 | 334 |
| PM10 | 211 |
| O3 | 5 |
| NO2 | 0 |
Die Entwicklung in München verläuft deutlich in Richtung Entspannung: Stand 2013 bei 87 ungesunden Tagen, waren es 2023 nur noch 9. Der Trend setzte sich fort mit 15 Tagen im Jahr 2024 und 12 im Jahr 2025. Der Rückgang ist nicht linear, aber die Jahre mit den höchsten Werten – 2013, 2015 und 2016 – liegen klar am Beginn der Messreihe. Die Stadt hat ihre Luft in den letzten zwölf Jahren spürbar verbessert, auch wenn die Werte zwischen den Jahren schwanken. Besonders deutlich wird dies, wenn man die kombinierten Tage betrachtet: Der Maximalwert von 87 Tagen (2013) sank um fast 90 % auf nur 9 Tage im Jahr 2023.
Wer sich schützen will, sollte im Winter nicht nur auf die sichtbaren Wolken an der Landshuter Allee achten – die unsichtbaren Partikel sind die eigentliche Last. Gerade an Tagen mit hoher Feinstaubbelastung lohnt es sich, den Weg zur Arbeit nicht entlang der vielbefahrenen Mittleren Ring zu wählen, sondern durch den Englischen Garten oder über die Isar. Ein kleiner Umweg über das Westufer der Isar, wo der Wind die Luft durchmischt, kann den Körper spürbar entlasten – ohne auf Bewegung verzichten zu müssen. Die kombinierten Tage zeigen, dass nicht nur die Feinstaubwerte, sondern auch Ozon und Stickstoffdioxid zusammenwirken, besonders an warmen Sommertagen.
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Quelle: Europäische Umweltagentur (EEA), geprüfte Daten 2013-2024. Seite automatisch aus offiziellen Daten generiert; alle Zahlen stammen ausschließlich aus der Datenbank, nie geschätzt. © 2026 airqualitas.