An wie vielen Schultagen pro Jahr ist die Luft für Kinder in Essen ungesund? PM2.5 über dem Kinderwert

Offizielle EEA-Daten 2013–2026

2013
Jahr
245
Tage ueber 10
Letzte MessungValidierung durch EEA ausstehend
3,6µg/m³ PM2.5Gut
1 August 2026 · 1 Messstation
Der WHO-Tagesgrenzwert für PM2.5 beträgt 15 µg/m³. Heute im Normbereich.
26272829303101
Neueste verfügbare Tagesmessung (EEA, Dataflow E2a). Die vorläufigen Werte sind noch nicht offiziell validiert und können sich ändern. Die historischen Mittelwerte und Rekorde auf dieser Seite verwenden ausschließlich validierte Daten (2013-2024).
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An 245 Schultagen im Jahr 2013 lag die PM2.5-Belastung in Essen über dem Kinderwert – das heißt, an fast jedem Schultag atmeten Kinder auf dem Weg zur Schule oder im Klassenzimmer Luft, die als ungesund gilt. Wer morgens um halb acht mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs war, bewegte sich oft in einer Luft, die man nicht sah, aber die in den Atemwegen ankam. Der Alltag in der Ruhrmetropole mit ihren Verkehrsachsen und Industriestandorten machte diesen Wert zur Normalität.

Luftqualität verstehen (PM2.5, µg/m³)
Gut0–15
Mäßig15–25
Schlecht25–50
Sehr schlecht50+
Schwellenwerte gemäß den WHO- und EU-Referenzwerten für Luftqualität.

Historische Reihe 2013-2026

Historische Reihe31215601: 291.012912: 271.022713: 302.033024: 312.043125: 299.052996: 304.063049: 289.0928910: 247.01024711: 258.01125812: 252.012252

Im Januar 2014 erreichte die Belastung ihren Höhepunkt: An 312 Tagen im Jahr war der Wert überschritten – die längste Messreihe in diesem Zeitraum. Gerade in den kalten Monaten, wenn Heizungen und Dieselkraftstoffe ihre Abgase in die Gassen rund um den Baldeneysee oder die Kruppstraße schickten, zeigte der Feinstaub seine unsichtbare Präsenz. Die Partikel sind so klein, dass sie die Lungenbarriere passieren und in den Blutkreislauf gelangen – eine Belastung für das Herz, nicht nur für die Atemwege.

Vergleicht man die Jahresmittewerte, so zeigt sich eine leichte Entspannung: Stand der Wert 2013 bei 245 Tagen, lag er 2024 bei 252 Tagen – die Kurve hat sich kaum bewegt. Die Schwankungen folgen dem Rhythmus des Schuljahres: In den Ferienmonaten Juli und August sinkt die Belastung auf 289 bzw. 247 Tage, während die Heizperiode von November bis Februar deutlich höhere Werte produziert. Essens Luft verbessert sich also nicht grundlegend, sondern pendelt zwischen den Jahreszeiten.

Da die höchsten Werte regelmäßig in den Wintermonaten auftreten, wenn die Heizsaison in den Altbauten rund um den Grugapark läuft, lohnt es, auf die morgendliche Stoßzeit zu achten: Wer den Schulweg nicht vermeiden kann, sollte Hauptstraßen wie die A40 meiden und Nebenrouten durch Parks oder Wohnstraßen wählen – diese Umwege senken die persönliche Dosis spürbar. Ein Luftreiniger im Klassenzimmer ist keine Lösung, aber ein bewusster Blick auf die Messwerte des Umweltbundesamts vor dem Rausgehen kann helfen, den Tag besser zu planen.

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Quelle: Europäische Umweltagentur (EEA), geprüfte Daten 2013-2024. Seite automatisch aus offiziellen Daten generiert; alle Zahlen stammen ausschließlich aus der Datenbank, nie geschätzt. © 2026 airqualitas.