Offizielle EEA-Daten 2013–2024
Die längste Smogperiode in Hamburg seit 2013 dauerte 6 aufeinanderfolgende Tage, vom 29. März bis zum 3. April 2014. An diesen sechs Tagen im Frühjahr 2014 lag die PM10-Belastung durchgehend über dem Grenzwert. Für die Bewohner bedeutete das eine Woche, in der Staub von den Elbbrücken und den Baustellen der HafenCity die Luft sichtbar trübte und sich als feiner Film auf Fensterbänke und Autodächer legte.
Der Höhepunkt der Episode war der 3. April 2014, der letzte Tag der sechstägigen Welle. Die Serie begann am 29. März 2014, einem Samstag vor Ostern, als trockenes Wetter und anhaltender Ostwind den Feinstaub aus dem Straßenverkehr und der Wiederaufwirbelung auf den Hauptverkehrsadern wie der A7 nicht abziehen ließen. Wer in dieser Woche in Altona oder Wilhelmsburg unterwegs war, spürte die groben Partikel beim Atmen im Hals und bekam gereizte Augen. Die Fensterbänke in den Wohnungen an vielbefahrenen Straßen waren nach wenigen Tagen mit einer deutlich sichtbaren Staubschicht bedeckt.
| Jahr | Tage ueber Grenzwert pm10 |
|---|---|
| 2014 | 33 |
| 2015 | 27 |
| 2013 | 22 |
| 2017 | 21 |
| 2018 | 19 |
Die Statistik der Jahre seit 2013 zeigt eine klare Bewegung: 2013 gab es 22 Tage mit Überschreitung, 2014 waren es 33 Tage. Bis 2018 fiel die Zahl dann auf 19 Tage im Jahr, mit 21 Tagen im Jahr 2017 dazwischen. Die Geschichte geht also in Richtung Besserung, auch wenn die Werte Jahr für Jahr schwanken und einzelne Frühjahres- oder Herbstwellen immer wieder für längere Episoden sorgen. Die Welle vom 28. Oktober 2015 mit fünf Tagen in Folge zeigt, dass auch nach dem Rekordjahr 2014 kritische Phasen auftraten.
Wer in Hamburg bei Ostwind und trockenem Wetter an stark befahrenen Straßen wohnt, sollte in diesen Phasen die Fenster zur verkehrsabgewandten Seite öffnen – gerade in den Vierteln zwischen Altona und Harburg, wo der Durchgangsverkehr die groben Partikel immer wieder aufwirbelt. Ein Blick auf den Windrichtungsdienst der Stadt vor dem morgendlichen Fensterputz hilft, die staubigen Tage zu erkennen und die Wohnung lieber quer zu lüften, wenn der Wind von der Wasserseite kommt.
Entdecke, wie unterschiedlich die Luftqualität von Region zu Region ist.
Mehr über PM10: was es ist und wie es die Gesundheit beeinflusst →
Quelle: Europäische Umweltagentur (EEA), geprüfte Daten 2013-2024. Seite automatisch aus offiziellen Daten generiert; alle Zahlen stammen ausschließlich aus der Datenbank, nie geschätzt. © 2026 airqualitas.