An wie vielen Tagen pro Jahr atmen Kinder in Berlin Luft, die über der strengeren WHO-Norm liegt

Offizielle EEA-Daten 2013–2024

2013
Jahr
191
Tage ueber 15
Letzte MessungValidierung durch EEA ausstehend
6,9µg/m³ PM2.5Gut
13 August 2026 · 11 Messstationen
Der WHO-Tagesgrenzwert für PM2.5 beträgt 15 µg/m³. Heute im Normbereich.
07080910111213
Neueste verfügbare Tagesmessung (EEA, Dataflow E2a). Die vorläufigen Werte sind noch nicht offiziell validiert und können sich ändern. Die historischen Mittelwerte und Rekorde auf dieser Seite verwenden ausschließlich validierte Daten (2013-2024).
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Im Jahr 2013 atmeten Kinder in Berlin an 191 Tagen Luft, die über der strengeren WHO-Norm für Feinstaub (PM2.5) lag. Das bedeutet: Mehr als die Hälfte des Jahres blieb die Konzentration feiner Partikel über dem empfohlenen Tageswert von 15 Mikrogramm pro Kubikmeter. Für ein Kind, das auf dem Schulhof in der Pause tief durchatmet, zählt jeder dieser Tage — seine Lunge ist noch in der Entwicklung und verarbeitet Schadstoffe anders als die eines Erwachsenen.

Luftqualität verstehen (PM2.5, µg/m³)
Gut0–15
Mäßig15–25
Schlecht25–50
Sehr schlecht50+
Schwellenwerte gemäß den WHO- und EU-Referenzwerten für Luftqualität.

Historische Reihe 2013-2024

Monatliche PM2.5-Mittelwerte 2013 in Berlin (µg/m³) Balkendiagramm der monatlichen Durchschnittswerte von PM2.5 für 2013 in Berlin. Der höchste Wert wird im Februar mit 19,1 µg/m³ verzeichnet, der niedrigste im Juli mit 10,4 µg/m³. Monatliche PM2.5-Werte 2013 in Berlin (µg/m³) 19 10 0 Jan: 18.8 µg/m³ Jan 18,8 Feb: 19.1 µg/m³ Feb 19,1 Mär: 18.9 µg/m³ Mär 18,9 Apr: 13.6 µg/m³ Apr 13,6 Mai: 11.1 µg/m³ Mai 11,1 Jun: 11.2 µg/m³ Jun 11,2 Jul: 10.4 µg/m³ Jul 10,4 Aug: 11.1 µg/m³ Aug 11,1 Sep: 12.0 µg/m³ Sep 12,0 Okt: 15.1 µg/m³ Okt 15,1 Nov: 17.2 µg/m³ Nov 17,2 Dez: 15.5 µg/m³ Dez 15,5

Abb. 1: Durchschnittliche PM2.5-Belastung in Berlin im Jahr 2013, aufgeschlüsselt nach Monaten. Werte in µg/m³.

Der kritischste Monat in jenem Jahr war der Februar mit einem durchschnittlichen PM2.5-Wert von 19,1 Mikrogramm pro Kubikmeter. Auch der März (18,9) und der Januar (18,8) lagen deutlich über der Schwelle — eine Winterperiode, in der die Heizungen in den Altbauten von Kreuzberg und Neukölln auf Hochtouren liefen und Dieselruß von der Stadtautobahn in die Hinterhöfe zog. Die Luft wirkte an diesen Tagen oft klar, war aber mit unsichtbaren Partikeln gefüllt, die bis in den Blutkreislauf vordringen.

Die Monatskurve von 2013 zeigt eine klare Saisonalität: Die kalten Monate von Januar bis März sowie November und Dezember (17,2) führen die Liste an, während der Juli mit 10,4 den niedrigsten Wert aufweist. Von diesem Ausgangsniveau aus betrachtet bleibt die Kernfrage, ob sich die Berliner Luft für die Kleinsten seither spürbar verbessert hat. Die Geschichte der Feinstaubbelastung in dieser Stadt ist eine Geschichte des Winters: Sie hängt an Holzöfen, an der Fernwärme aus Kohle und an den Straßenzügen, auf denen morgens die Elterntaxis im Stau stehen.

Wer mit Kindern in Berlin lebt, sollte den morgendlichen Weg zur Schule nicht nur nach dem Verkehr, sondern auch nach der Windrichtung planen. An Tagen mit hoher Feinstaubbelastung — besonders in den kalten Monaten, wenn die Werte im Januar und Februar ihren Höhepunkt erreichen — ist der Weg durch den Tiergarten oder das Tempelhofer Feld oft die bessere Wahl als die direkte Route entlang der Hauptverkehrsstraßen. Ein Mund-Nasen-Schutz hilft im Winter kaum gegen Partikel dieser Größe — hilfreicher ist es, die Pausen aktiv in den Innenhöfen zu verbringen, die von der Straße abgewandt liegen.

Hier ist noch nicht Schluss

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Quelle: Europäische Umweltagentur (EEA), geprüfte Daten 2013-2024. Seite automatisch aus offiziellen Daten generiert; alle Zahlen stammen ausschließlich aus der Datenbank, nie geschätzt. © 2026 airqualitas.