Offizielle EEA-Daten 2013–2024
Die längste Smogepisode während eines Schuljahrs (Okt-Apr) in Münster war im Februar 2017: Vom 10. bis 15. Februar 2017 blieb die Luft an sechs aufeinanderfolgenden Tagen mit hohen Feinstaubwerten belastet, der mittlere PM10-Wert lag während dieser Serie bei 58,4 µg/m³. Das war in der kalten Jahreszeit, als die Kinder auf dem Weg zum Unterricht an der Weseler Straße oder am Aasee den feinen Staub in der Luft spürten. Die Fensterbänke in den Klassenzimmern der Innenstadt-Grundschulen zeigten in diesen Tagen eine deutliche Schmutzschicht.
Die schlimmste Episode begann am 10. Februar 2017 und endete am 15. Februar 2017 – sechs Tage lang, ohne Unterbrechung, herrschte in Münster eine anhaltende Smogphase. Das war die längste zusammenhängende Serie von Überschreitungstagen im gesamten Erhebungszeitraum von 2013 bis 2024. Im Vergleich dazu: Eine Episode im Frühjahr 2013 vom 28. März bis zum 1. April dauerte fünf Tage, und eine weitere im März 2015 vom 18. bis zum 21. März kam auf vier Tage. Im Februar 2017 war es jedoch anders: Der Feinstaub, das grobe Partikelgemisch aus Verkehrsabrieb und Wiederaufwirbelung, blieb hartnäckig über der Stadt hängen.
| Beginn Serie | Ende Serie | Tage aufeinanderfolgende | Jahr |
|---|---|---|---|
| 2017-02-10 | 2017-02-15 | 6 | 2017 |
| 2013-03-28 | 2013-04-01 | 5 | 2013 |
| 2015-03-18 | 2015-03-21 | 4 | 2015 |
Am Anfang der Messreihe standen die Jahre 2013 bis 2015 mit jeweils 16 Tagen, an denen die PM10-Belastung die Grenzwerte überschritt – das war die Zeit, als an der B54 noch die alte Umgehungslösung diskutiert wurde. 2016 sank der Wert auf 6 Tage, 2017 pendelte sich bei 12 Tagen ein, bevor die Kurve nach unten zeigte: 2018 (9 Tage), 2019 (6 Tage), 2020 (2 Tage). In den letzten Jahren der Reihe, 2023 und 2024, gab es jeweils nur noch einen einzigen Tag mit zu hoher Feinstaubbelastung in den Herbst- und Wintermonaten. Die messbaren Besserungen folgten den städtischen Maßnahmen: Tempo 30 auf Hauptachsen und die Förderung des Radverkehrs zeigen offenbar Wirkung in der Luft der Universitätsstadt.
Wenn die Feinstaubwerte im Februar steigen, sollten Eltern in Münster nicht nur auf die App schauen, sondern die Schulwege anpassen – an der Weseler Straße und am Hafenring gibt es ruhigere Alternativrouten durch die Wallanlagen, die nachweislich weniger Staub aufwirbeln. Für die kalten Monate lohnt es sich, in den Klassenräumen auf querstoßendes Lüften mit Durchzug zu setzen, statt die Fenster lange zu öffnen, wenn der Berufsverkehr durch den Stadtring rollt. Diese Gewohnheit passt zur Stadt der kurzen Wege: Der tägliche Weg zur Schule kann so zur Messstation für die eigene Atemluft werden.
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Quelle: Europäische Umweltagentur (EEA), geprüfte Daten 2013-2024. Seite automatisch aus offiziellen Daten generiert; alle Zahlen stammen ausschließlich aus der Datenbank, nie geschätzt. © 2026 airqualitas.