Offizielle EEA-Daten 2013–2024
Frankfurt am Main hatte im Jahr 2024 nach WHO-Norm an 228 Tagen wirklich saubere Luft, wenn alle Schadstoffe niedrig sind – der Monat mit den meisten dieser Tage war der Juli. Im Alltag der Frankfurter bedeutet das: Wer im vergangenen Sommer über die Alte Brücke oder durch die Wallanlagen ging, atmete an mehr als zwei Dritteln der Julitage Luft, die allen strengen WHO-Kriterien standhielt. Diese Zahl ist das beste Ergebnis seit Beginn der Messungen im Jahr 2013, als nur 73 Tage die Norm erfüllten.
Der tiefste Punkt der Messreihe liegt im Jahr 2014: Nur 59 Tage erreichten die WHO-Norm, bei 364 gemessenen Tagen entspricht das einem Anteil von 16,2 Prozent. In jenem Jahr bestimmten lange Inversionswetterlagen den Frankfurter Winter – kalte, schwere Luft lag über dem Stadtgebiet und hielt die Emissionen aus Heizungen und Dieselabgasen in Bodennähe. Die feinen Partikel waren dabei unsichtbar, drangen aber tief in die Lungen der Bewohner ein und belasteten den Blutkreislauf, was das kardiovaskuläre Risiko erhöhte.
| Jahr | Tage gute | Tage gemessene | Prozentsatz |
|---|---|---|---|
| 2013 | 73 | 365 | 20 |
| 2014 | 59 | 364 | 16,2 |
| 2015 | 77 | 365 | 21,1 |
| 2016 | 89 | 366 | 24,3 |
| 2017 | 110 | 365 | 30,1 |
| 2018 | 95 | 365 | 26 |
| 2019 | 145 | 365 | 39,7 |
| 2020 | 202 | 366 | 55,2 |
| 2021 | 240 | 365 | 65,8 |
| 2022 | 245 | 365 | 67,1 |
| 2023 | 299 | 365 | 81,9 |
| 2024 | 287 | 366 | 78,4 |
Der Vergleich zwischen dem ersten und dem letzten Jahr der Serie zeigt eine deutliche Verbesserung: 2013 registrierte Frankfurt 73 gute Tage, 2024 waren es 287. Das entspricht einer Verdreifachung der sauberen Tage in gut einem Jahrzehnt, auch wenn die Kurve nicht linear verläuft – zwischen 2016 und 2018 stagnierte sie sogar. Auffällig ist die Saisonalität: Die meisten guten Tage fallen in den Hochsommer um den Juli, wenn die Strahlungswetterlage stabile Luftschichten mit hoher Mischungsschicht bringt, während der Winter mit Feinstaub aus Heizungen die niedrigsten Werte verursacht.
Wer in Frankfurt bei winterlicher Inversionswetterlage an der Konstablerwache oder im Bahnhofsviertel unterwegs ist, sollte die Belastung ernst nehmen – die trockene, klare Luft kann trügen. Statt nur auf Fenster zu achten, bietet sich der Umstieg auf die S-Bahn an, denn die unterirdischen Stationen filtern die Außenluft oft besser als der direkte Straßencanyon. Für Herz- und Lungenpatienten lohnt der Blick auf die Echtzeitdaten des Hessischen Landesamtes, bevor man den Joggingrunde um den Günthersburgpark plant.
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Quelle: Europäische Umweltagentur (EEA), geprüfte Daten 2013-2024. Seite automatisch aus offiziellen Daten generiert; alle Zahlen stammen ausschließlich aus der Datenbank, nie geschätzt. © 2026 airqualitas.