Offizielle EEA-Daten 2013–2024
Die längste zusammenhängende Wintersmog-Phase durch NO2 in Bremen dauerte 20 Tage – vom 16. Januar bis zum 4. Februar 2017. In dieser Zeit lag der mittlere NO2-Wert bei 41,4 µg/m³. Wer damals an der Theodor-Heuss-Allee oder der Bürgermeister-Smidt-Straße wohnte, spürte den Dieselgestank bei jedem Gang zum Bäcker. Die Dunstglocke über der Weser machte aus dem morgendlichen Weg zur Arbeit eine Belastungsprobe für die Atemwege.
Der Höhepunkt der Messgeschichte war der Januar 2017: Zwischen dem 16. Januar und dem 4. Februar blieb die NO2-Belastung 20 Tage lang ununterbrochen erhöht. Zum Vergleich: 2014 hielt eine ähnliche Phase vom 21. Januar bis zum 6. Februar nur 17 Tage an, 2019 vom 13. bis zum 28. Februar sogar nur 16 Tage. Diese Serien zeigen, dass Wintersmog in Bremen kein Einzelfall ist, sondern immer wieder im tiefsten Winter zuschlägt – wenn die Luft über der Hansestadt steht und der Verkehr kaum abreißt.
| Beginn Serie | Ende Serie | Tage aufeinanderfolgende | Jahr |
|---|---|---|---|
| 2017-01-16 | 2017-02-04 | 20 | 2017 |
| 2014-01-21 | 2014-02-06 | 17 | 2014 |
| 2019-02-13 | 2019-02-28 | 16 | 2019 |
Die Kurve spricht eine klare Sprache: 2013 maßen die Stationen in Bremen noch 75,0 µg/m³ im Jahresmittel, im Jahr 2024 waren es nur noch 8,0 µg/m³. Der Rückgang ist massiv – der Dieselruß aus den Hafenzufahrten und der Innenstadt hat spürbar nachgelassen. Auch der Blick auf die Zwischenwerte zeigt eine stetige Abwärtsbewegung: 2020 fiel der Wert erstmals auf 25,0, 2022 auf 21,0 und 2023 auf 18,0. Der Umbau der Flotten und die Umweltzone haben die Messkurve nachhaltig gedrückt.
Wer in der Nähe der stark befahrenen Achsen wie der Martinistraße oder dem Stephanitor wohnt, sollte das Fenster in den Stoßzeiten geschlossen halten – gerade an winterlichen Inversionslagen. Die Daten zeigen: Die Phase im Januar 2017 war kein Einzelfall, sondern Teil eines Musters. Ein Blick auf den morgendlichen Feinstaub- und NO2-Report des Bremer Senats vor dem Öffnen der Fenster hilft, die eigene Wohnung zur richtigen Zeit zu lüften.
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Quelle: Europäische Umweltagentur (EEA), geprüfte Daten 2013-2024. Seite automatisch aus offiziellen Daten generiert; alle Zahlen stammen ausschließlich aus der Datenbank, nie geschätzt. © 2026 airqualitas.