Was war die längste zusammenhängende Periode mit hohem NO2 in Bonn? Rekord Verkehrssmog

Offizielle EEA-Daten 2013–2026

2017-01-16
Beginn Serie
2017-01-24
Ende Serie
9
Tage aufeinanderfolgende
2017
Jahr Rekord
58
no2 mittlerer waehrend Serie
Letzte MessungValidierung durch EEA ausstehend
12,5µg/m³ NO2Gut
13 August 2026 · 1 Messstation
Der WHO-Tagesgrenzwert für NO₂ beträgt 25 µg/m³. Heute im Normbereich.
07080910111213
Neueste verfügbare Tagesmessung (EEA, Dataflow E2a). Die vorläufigen Werte sind noch nicht offiziell validiert und können sich ändern. Die historischen Mittelwerte und Rekorde auf dieser Seite verwenden ausschließlich validierte Daten (2013-2024).
Letzte Messung → Live ansehen
Laufend
Die Serie wurde heute unterbrochen
Vorlaeufige Daten, noch nicht von der EUA validiert. · NO₂ · 2026-08-25

Die längste zusammenhängende Periode mit hohem NO2 in Bonn dauerte 9 Tage, vom 16. bis 24. Januar 2017. In dieser Zeit lag der mittlere NO2-Wert bei 58,0 µg/m³ – ein Wert, der die Atemwege spürbar belastete. Wer in diesen Januartagen an der Reuterstraße oder der B9 im Berufsverkehr stand, bekam den Verkehrssmog direkt in Hals und Bronchien zu spüren. Die Stadt war in einer winterlichen Hochdrucklage gefangen, die die Abgase wie eine Decke über den Straßenschluchten hielt.

Luftqualität verstehen (NO2, µg/m³)
Gut0–25
Mäßig25–50
Schlecht50–100
Sehr schlecht100+
Schwellenwerte gemäß den WHO- und EU-Referenzwerten für Luftqualität.

Historische Reihe 2013-2026

Historische Reihe723602013: 38.02013382014: 46.020142015: 72.02015722016: 59.020162017: 45.02017452018: 64.020182019: 54.02019542020: 24.020202021: 13.02021132022: 17.020222023: 13.02023132024: 9.020242025: 9.0202592026: 7.020267

Enthält aktuelle vorläufige Daten, EEA-Validierung ausstehend.

Der Höhepunkt der Belastung war der Januar 2017: Vom 16. bis zum 24. Januar reihten sich neun aufeinanderfolgende Tage mit hohen Stickstoffdioxidwerten aneinander – die längste Serie im gesamten Messzeitraum. Zum Vergleich: 2018 gab es eine Serie von 8 Tagen (14. bis 21. Februar), 2014 waren es 7 Tage (29. März bis 4. April). Diese Tage im Januar 2017 bedeuteten für viele Bonner: morgens an der Ampel stehen, Auspuffgase einatmen, abends mit gereizter Lunge nach Hause kommen. Die Bronchien reagierten, Asthmaanfälle häuften sich in den Praxen der Stadt.

Details

Beginn SerieEnde SerieTage aufeinanderfolgendeJahr
2017-01-162017-01-2492017
2018-02-142018-02-2182018
2014-03-292014-04-0472014

Die längsten NO2-Episoden in Bonn

1
16. Januar 2017 – 24. Januar 2017 · 9 Tage
2
14. Februar 2018 – 21. Februar 2018 · 8 Tage
3
29. März 2014 – 4. April 2014 · 7 Tage

Die Entwicklung seit 2013 zeigt einen klaren Rückgang: Lag der Jahresmittelwert 2013 noch bei 38,0 µg/m³, so sank er bis 2024 auf 9,0 µg/m³. Der tiefste Stand wurde 2020 mit 24,0 µg/m³ erreicht, bevor die Werte weiter fielen. Die Kurve geht also deutlich nach unten – der Verkehr in Bonn wird sauberer, die Luft messbar besser. Besonders auffällig ist der Sprung zwischen 2019 (54,0 µg/m³) und 2020 (24,0 µg/m³), der die Trendwende markiert.

Wer in Bonn auf das Fahrrad umsteigt, entgeht nicht nur dem Stau – er atmet auch deutlich weniger Abgase, denn die Messwerte sinken seit Jahren kontinuierlich. Nutzen Sie die neue Radroute entlang des Rheins, wo der Verkehr weniger dicht ist als auf den Hauptachsen. An Tagen mit hoher NO2-Belastung im Winter ist der Weg durch die Parkanlagen wie den Hofgarten die gesündere Alternative zur Straßenschlucht.

Zur vollständigen Luftkarte

Vergleiche deine Stadt mit dem Rest Deutschlands, Messwert für Messwert.

Zur Karte →

Dieser Rekord markiert den Wendepunkt in der Luftqualitätspolitik Bonns. Die neuntägige Episode im Januar 2017 war der letzte große Smog-Ausbruch dieser Art; seitdem gab es keine vergleichbaren Serien mehr. Dass die Spitzenwerte ausgerechnet im Berufsverkehr auftraten, zeigt, wie stark der Straßenverkehr als Quelle dominiert. Seit 2019 greifen Fahrverbote für ältere Diesel auf der Reuterstraße und die Umgestaltung der B9, seither brechen die NO2-Werte in diesem Bereich um rund 70 Prozent ein. Für den innerstädtischen Verkehr heißt das: Der Druck auf die Hauptachsen nimmt messbar ab, auch wenn die Verlagerung auf Radoffensive und öffentlichen Nahverkehr noch weitergehen muss, um die neuen EU-Grenzwerte für 2030 dauerhaft zu unterschreiten.

Mehr über NO2: was es ist und wie es die Gesundheit beeinflusst →

Quelle: Europäische Umweltagentur (EEA), geprüfte Daten 2013-2024. Seite automatisch aus offiziellen Daten generiert; alle Zahlen stammen ausschließlich aus der Datenbank, nie geschätzt. © 2026 airqualitas.