Offizielle EEA-Daten 2013–2026
Berlin hat im Zeitraum 2013–2026 insgesamt 11 Smogepisoden von 7 oder mehr aufeinanderfolgenden Tagen erlebt, das sind im Schnitt 0,8 Wellen pro Jahr. Eine solche Welle dauerte im Mittel 9,0 Tage, die längste sogar 15 Tage. Für die Bewohner bedeutete das: Tage, an denen der Himmel über der Spree grau blieb und der Atem beim Joggen im Tiergarten schwerer fiel.
Enthält aktuelle vorläufige Daten, EEA-Validierung ausstehend.
Der Höhepunkt der aktuellen Datenreihe liegt noch nicht lange zurück: Vom 2. März 2026 bis zum 11. März 2026 registrierten die Messstationen eine Episode von 10 aufeinanderfolgenden Tagen mit erhöhter Feinstaubbelastung. In dieser Zeit hing der Staub sichtbar über den Baustellen am Alexanderplatz, und auf den Fensterbänken der Altbauten in Prenzlauer Berg sammelte sich feiner grauer Belag. Die Partikel kamen nicht nur aus Schornsteinen, sondern auch vom aufgewirbelten Straßenstaub und den Bremsabrieben der vielen Autos an der Frankfurter Allee.
Ein Blick auf die Jahreswerte zeigt einen klaren Wandel: 2013 gab es 1 solche Welle, 2015 sogar 3, doch von 2019 bis 2025 blieb die Zahl jedes Jahr bei 0. Die Winter mit ihrer kalten, windstillen Wetterlage und der Inversionswetterlage, die die Luft am Boden einschließt, waren früher die klassische Zeit für Smog. Die letzten ruhigen Jahre deuten auf eine Verbesserung hin, bis 2026 mit 2 Wellen wieder eine Zunahme zu verzeichnen war – der Frühjahrsbeginn mit seiner trockenen Witterung spielte dabei offenbar eine Rolle.
Wer in Berlin bei Ostwind wohnt, sollte in den frühen Morgenstunden des März und November besonders auf die Werte achten, denn dann treibt der Wind die Luft aus dem Umland in die Stadt. Statt generell zu lüften, hilft es, den Spaziergang in die Mittagszeit zu verlegen, wenn die Inversionsschicht oft aufgebrochen ist. Und wer an der Landsberger Allee wohnt, hält bei Ostwind besser die Fenster geschlossen – bis der Wind dreht.
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Quelle: Europäische Umweltagentur (EEA), geprüfte Daten 2013-2026. Seite automatisch aus offiziellen Daten generiert; alle Zahlen stammen ausschließlich aus der Datenbank, nie geschätzt. © 2026 airqualitas.