Stark rückläufig, aber in der Nähe mancher Industriestandorte noch präsent.
Schwefeldioxid (SO2) entsteht beim Verbrennen schwefelhaltiger Brennstoffe. Die Konzentrationen sind über Jahrzehnte massiv gesunken und konzentrieren sich heute auf industrielle Gebiete.
Ein stechend riechendes Gas, das vor allem beim Verbrennen von Kohle und schwerem Heizöl sowie in bestimmten Industrieprozessen wie Raffinerien entsteht.
Schwerindustrie, Raffinerien und große Feuerungsanlagen. In Deutschland sind die Werte durch schwefelärmere Brennstoffe und die Entschwefelung von Kraftwerken drastisch gefallen — erhöhte Werte treten fast nur noch in unmittelbarer Nähe einzelner Industriestandorte auf.
Abseits dieser Quellen ist SO2 in den meisten deutschen Städten heute sehr niedrig.
SO2 reizt die Atemwege und kann bei Asthmatikern Anfälle auslösen — vor allem bei kurzen Spitzen nahe industrieller Quellen.
Die WHO empfiehlt 40 µg/m³ im Tagesmittel. In fast allen deutschen Städten liegen die Messwerte inzwischen deutlich darunter.
Für die meisten Bewohner sind keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen nötig. Wer direkt neben einem großen Industriegelände wohnt und empfindliche Atemwege hat, kann die lokalen Messwerte im Blick behalten.
Datenquelle: Europäische Umweltagentur (EEA). Gesundheitsnormen: WHO-Luftgüteleitlinien (2021) und EU-Grenzwerte.