Der einzige, der an Hitzetagen steigt — gegen den Strom der anderen.
Bodennahes Ozon wird nicht direkt ausgestoßen: Es entsteht, wenn Sonnenlicht auf andere Schadstoffe trifft. Es ist der einzige Schadstoff, der im Sommer seinen Höhepunkt erreicht, nicht im Winter.
Ein aggressives Gas für die Atemwege. Nicht zu verwechseln mit der Ozonschicht in großer Höhe, die uns schützt: Hier geht es um das Ozon, das wir einatmen — in Bodennähe.
Es bildet sich unter Sonneneinstrahlung aus NO2 und anderen Verbindungen. Die Folge: Die Spitzen fallen auf Sommernachmittage und Hitzewellen — oft in dieselbe Woche wie die höchsten Temperaturen.
Paradox: Ozon ist auf dem Land und am Stadtrand oft höher als im Stadtzentrum, und es baut sich langsamer ab als andere Schadstoffe.
Ozon reizt Augen und Bronchien, verursacht Husten und Kurzatmigkeit und verschlimmert Asthma. Körperliche Anstrengung am heißen Sommernachmittag erhöht die aufgenommene Menge erheblich.
Die WHO empfiehlt, im 8-Stunden-Mittel 100 µg/m³ nicht zu überschreiten. Die EU-Informationsschwelle liegt bei 180 µg/m³ im Stundenmittel und wird in Deutschland vor allem während ausgeprägter Hitzeepisoden erreicht.
Treibe an Spitzentagen lieber früh morgens Sport statt in der Mittagshitze, und vermeide intensive Anstrengung am Nachmittag. Empfindliche Personen bleiben während der Spitzenstunden besser drinnen.
Datenquelle: Europäische Umweltagentur (EEA). Gesundheitsnormen: WHO-Luftgüteleitlinien (2021) und EU-Grenzwerte.